Info`s rund um den Tamaskan & Co



Hier schreiben wir über Themen rund um Tamaskan & und andere Pfotenfreunde

 

 

 

28. November 2019

 

 

 

 



 

Warum muss man so lange auf einen Tamaskanwelpen warten???
 

Laut *Tamaskan Database* (Stand 28.11.2019) gibt 1158 registrierte Tamaskane weltweit, davon sind 44 Hündinnen aktiv in der Zucht eingesetzt. 38 Rüden, die derzeit aktiv als Deckrüde zu Verfügung stehen.

24 Hündinnen, die derzeit als potentielle Zuchthündinnen in Frage kommen. Und 22 potentielle Deckrüden. WELTWEIT

In Deutschland gibt es derzeit 209 registrierte Tamaskane. 98 Hündinnen. Davon sind 11 zur Zucht eingesetzte Hündinnen, von denen allerdings mit 3 der Hündinnen kein weiterer Wurf mehr geplant ist.

Zahlen über Zahlen, aber was wollen wir damit sagen?
Der Tamaskan ist eine noch seltene Rasse. Was anhand der oben genannten Zahlen klar zu erkennen ist. Schaut man auf diese Zahlen wird einem deutlich dass die Anzahl der Zuchthündinnen ebenfalls sehr gering ist. Das erklärt dann aber auch, weshalb die Wartezeit auf einen Tamaskan Welpen bei 2 bis 3 Jahren liegen kann. Die Züchter von Tami's haben ellenlange Wartelisten.
 

Weil die Nachfrage nach Tamaskan Welpen so groß ist, schießen die "Nachmacher" wie Pilze im Herbst aus dem Boden. Verpaaren mal eben schnell Z.B. Ihren Husky-Mix mit einem Schäferhund aus der Nachbarschaft und versuchen die Welpen dann als Tamaskan-Welpen über Ebay-Kleinanzeige für teures Geld als Schnäppchen verkaufen. Auf Fragen, welche Untersuchungen der Elterntiere gemacht wurden erhält man die Antwort "Untersuchungen auf Gesundheit? Braucht man nicht. Die waren noch nie beim Tierarzt. Sieht man doch, dass die Hunde gesund sind."
Auf die Frage., welche Papiere die Welpen bekommen, hört man "braucht man nicht, das ist nur Geldmacherei"



Fakt ist... KEIN Tamaskanzüchter verkauft seine Welpen über Ebay-Kleinanzeigen...
Warum auch, wo die Wartelisten so voll sind, dass der Züchter den passenden Mensch zu den Welpen aus vielen Bewerbern auswählen kann.
 

Der Tamaskan ist zwar auch eine Kreuzung aus verschiedenen, meist nordischen Rassen, mit TWH, SWH, MWH oder AWH. Aber es sind keine Straßenkreuzungen, sondern kontrollierte und auf Gesundheit, Charakter und Temperament geprüfte Verpaarungen.

‼️Die Anmeldung der geplanten Würfe werden bei den entsprechenden Vereinen ITR, TDR (international) und/oder den nationalen Vereinen in Deutschland IG-Tamaskan e. V. (IG), Tamaskan Germany e. V. (TG), in den Niederlanden der NTC eingereicht und erhalten erst wenn alle geforderten Gesundheitsergebnisse vorhanden und im grünen Bereich sind die Genehmigung zur Verpaarung.

 

Also Vorsicht, wenn "Tamaskane" über Ebay-Kleinanzeigen angeboten werden. Die kommen NICHT von seriösen und verantwortungsvollen Züchtern und sind höchstens nette hübsche Mischlinge, aber DEFINITIV KEINE Tamaskane.
 

Bild dient nur der Aufmerksamkeit und zeigt unsere Tammy als Welpen.
*Tamaskan Database findet ihr unter www.tamaskan-database.com

 

26. November 2019



 

 

 

 

Schattenwolf ist gleich Tamaskan... ? Wir klären dann mal auf.

 

Bei Schattenwölfen handelt es sich nicht um 08/15-Wölfe, die einfach etwas zu groß geraten sind. Ähnlich wie Drachen, sind die Schattenwölfe mystische Wesen voller Magie und galten seit Jahrhunderten als ausgestorben. Und genau wie bei den Drachen (und anfangs auch den Weißen Wanderern) will zunächst niemand an ihre Existenz glauben.

In den Medien liest man immer wieder, dass Tamaskane die Darsteller der Schattenwolfswelpen waren. Aber genau genommen wurden in GoT die Schattenwolfswelpen von Northern Inuit dargestellt.

Nothern Inuit sind  eine nicht vom FCI anerkannte Rasse. Nur von eigenen unabhängigen Zuchtvereinen anerkannt, aber von keinem anderen größeren Zuchtverein.
Weil Northern Inuit allerdings in den Gründerlinien der Tamaskanzucht zu finden sind, werden diese beiden Hunderassen durch die Medien häufig verwechselt.

Schattenwölfe sind ungewöhnlich groß, sehr imposant, sehr intelligent und vor allem loyal gegenüber ihren Herren. Das hat für große Faszination gesorgt und tut es noch immer. Wer möchte nicht einen imposanten, sehr intelligenten und loyalen Begleiter an seiner Seite haben.
 

Wir bekommen immer wieder die Anfrage nach einem Schattenwolftamaskan.
 

Und genau hier sagen wir STOPP.

Schafft euch keine Tiere an, nur weil die im Film / in der Serie so toll rüberkamen und euch total fasziniert haben.

Informiert euch grundsätzlich immer genau über die Bedürfnisse, die Eigenschaften, den Charakter der Tiere. Kontaktiert am besten mehrere Hundehalter und auch Züchter und erfragt, wie das Leben mit einem solchen Hund tatsächlich ist. Denn Film ist Film und nicht das wahre Leben. Und egal ob Northern Inuit oder Tamaskan... es handelt sich bei beiden Rassen um anspruchsvolle Tiere mit nordischen Wurzeln, die ihre Eigenheiten haben. Diese Eigenheiten können dafür sorgen, dass sich euer Leben mal soeben komplett auf den Kopf stellt.

12. November 2019




 

 

 

 

 

 

 

Ein Hund kostet Arbeit, Zeit, Nerven, Beharrlichkeit, Geduld und unendlich viel Liebe. Eine Investition, die sich lohnt!

 

Im Augenblick liest man sehr häufig, dass Hunde nach erfolgreicher Vermittlung aus dem Tierschutz erneut ein Zuhause suchen.
Diesen Hunden haben ihre neuen Menschen 7 Tage bis maximal 4 Woche Zeit gegeben um zu "funktionieren", wie Mensch es braucht.

Das stimmt mich nachdenklich. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft und das was nicht passt, wird entsorgt.

Selbst bei Hunden von tollen Herzblutzüchtern kommt es vor, dass diese Hunde eine Zeitlang nicht so sind, wie man es sich wünscht. Das ist abhängig von der Entwicklungsstufe z.b. die Pubertät, die der Hund gerade durchläuft. Das kann je nach Hund auch schon mal heftig werden. Aber dass Hunde auch ihre "Flegeljahre" bekommen, sollte eigentlich jedem, der sich über Hunde informiert bekannt sein.

Bei Hunden aus dem Tierschutz denken viele aber scheinbar nicht nach, dass der Großteil dieser Tier NICHT bei lieben Menschen aufgewachsen sind, sondern mit ihren Artgenossen frei und unabhängig auf der Straße gelebt haben. Frei und ohne Eingrenzung IN Häusern. Dass diese Hunde NICHT von Menschen geliebt und bekuschelt, sondern verjagt wurden, wenn sie nach essbarem in Menschennähe gesucht haben.

Diese Hunde hat man von der Straße weg gefangen, in Zwinger gesteckt mit anderen Hunden, die in der Regel nicht zu dem Gruppenverband auf der Straße gehörten, bei erfolgreicher Vermittlung in Boxen gesteckt und viele km im Auto transportiert und an dem Hund wildfremde Menschen übergeben. An Menschen, von denen viele glauben, dass diese Hunde doch jetzt dankbar sein müssen, weil diese Hunde jetzt doch in einer schönen Wohnung mit weichen Kuscheldecken leben können. Sie jetzt ihr Futter nicht mehr suchen müssen, sondern in bunten Schüsseln vor die Schnauze serviert bekommen... usw.

Und wenn der Hund dann während der ersten Zeit von 7 bis maximal 4 Wochen immer noch scheu und ängstlich ist, dieser Hund täglich sein Geschäft mitten im Wohnzimmer verrichtet statt auf der tollen Hundewiese. Wenn dieser Hund nach 4 kurzen Wochen noch immer kein Vertrauen aufgebaut hat und nach der Hand des Menschen schnappt, weil er sich bedrängt fühlt...
Dann will man ihn nicht mehr und er muss wieder weg. Und zwar am besten sofort...


Das fast täglich zu lesen macht mich unendlich traurig für diese Hunde. Und ich frage mich, was diese Hunde gewonnen haben, dass sie dann wieder in engen Zwingern im Tierheim bangen, was nun wieder mit ihnen geschieht.
Ein Leben in Freiheit genommen, ausgetauscht gegen ein Leben hinter Gittern... Nur weil Menschen ungeduldig sind, statt sich das Vertrauen von garantiert tollen Hunden zu erarbeiten. Ja, richtig gelesen. ERARBEITEN...

Nicht falsch verstehen.. Ich finde es toll für jeden Hund, auch für jeden Hund aus dem Tierschutz, der seine Menschen und damit ein lebenslanges tolles Zuhause findet. Und in meinem Bekanntenkreis sind viele tolle Hunde aus dem Tierschutz, die jetzt wunderbare Familienmitglieder sind.

Was mich stört ist, dass Hunde heutzutage wie Wegwerfartikel behandelt werden. Funktioniert nicht, weg damit. Da schwillt mir der Kamm.

Egal welchen Hund man sich an seine Seite holt. Ob vom Züchter oder aus dem Tierschutz....

Es kostet Arbeit, Zeit, Nerven, Beharrlichkeit, Geduld und unendlich viel Liebe bis man seinen Hund erzogen hat. Und wenn ein Hund unendlich viel bunte Knete im Kopf hat, so wie z.B. unser Dakota... dann braucht es halt noch eine Portion mehr an Arbeit, Zeit, Nerven, Beharrlichkeit, Geduld und noch mehr Liebe.

Wenn man diese Faktoren in seinen Hund investiert, bekommt man es Doppelt und Dreifach von seinem Hund wieder zurück. In Form von reinster Freundschaft, Loyalität und Zuneigung

11. November 2019






 


Urlaub OHNE Tamaskan?

Urlaub muss sein, gar keine Frage (ääähmmmm Was ist Urlaub??? Wenn man Hundehalter ist)

Wie im vorigen Post schon geschrieben, sind Tamaskane (und Wolfshunde) sehr auf ihre(n) Menschen bezogen. Daher sollte man darüber nachdenken, wenn man Urlaub buchen möchte, wo der Hund nicht mitkommen kann.
 

Es ist bei Tamaskanen nicht wie bei anderen Hunderassen! Man sich eine Pension sucht, wo der Hund liebevoll betreut wird und los geht's in Urlaub.
 

Es kann selbst bei der liebevollsten Pensionsbetreuung sein, dass der Tamaskan die erstbeste Gelegenheit nutzt um zu entwischen und auf die Suche nach seinen Menschen geht. Die Urlaubsvertretung kann eben nicht den geliebten Menschen ersetzen.
 

Wer also vor hat, regelmäßig durch die Weltgeschichte zu reisen und seinen Tamaskan "zwischenzuparken", sollte Abstand nehmen, sich einen solchen Hund zu holen.
 

Es gibt tolle Orte, wo man MIT Hund Urlaub machen kann.

Für uns würde es nie in Frage kommen ohne Tammy und Dakota in Urlaub zu gehen. WIR haben uns FÜR die Hunde entschieden mit allen Konsequenzen, die die Haltung dieser Schätze mit sich bringt.

 

 

 

 

 

 

 

Tamaskan allein Zuhaus ?

Tamaskane sind ausgesprochene "Rudel"-Tiere*. Sie lieben es in der Nähe ihrer Menschen, bzw. Ihrer Bezugsperson zu sein. Sie haben eine sehr starke Bindung an Ihren Menschen. Lässt man solche Hunde allein zuhause, kommt es bei diesen Tieren oftmals zu massivem Trennungsstress. Wir sind für unsere Hunde elementar wichtig, weil wir Menschen das Futter besorgen (gefüllten Futternapf hinstellen) und auch für Sicherheit und für Erfüllung seiner Bedürfnisse sorgen.

Lassen wir unseren Hund allein muss dieser plötzlich ohne uns klar kommen. Der Hund fühlt sich ohne seinen Menschen, seine Bezugsperson nicht wohl, da sein Sicherheitsfaktor verschwunden ist. Der Hund weiß nicht ob und wann der Mensch wieder kommt. Das bedeutet absoluten Stress für das Tier.

Der Hund sucht sich ein Ventil um mit seinem Stress fertig zu werden. Und das kann bedeuten, dass der Hund die Nachbarschaft zusammenheult und/oder die Wohnung umdekoriert. Im Schlimmsten Fall sogar Fenster und Türen zerstört um zu seinem Menschen zu gelangen.

Natürlich kann man das alleine bleiben auch trainieren. Bei den meisten Tamaskanen klappt es auch, dass sie ein paar Stunden allein bleiben können ohne die komplette Bude umzuräumen. Aber nicht bei allen. Da braucht es dann Plan B, C, D. Manchmal auch noch Plan E und F. Sprich, einer der Familie bleibt daheim beim Hund oder andere Menschen, bei denen der Tami sich wohl fühlt oder die zu einem nach Hause kommen und da dann Tami-Sitting machen sind da, wenn z.B. man zur Arbeit muss, Arzttermine hat usw.

Man sollte sich also im Vorfeld überlegen, ob man in Zukunft für seinen "Traum vom Tamaskan" auf Kino, Kneipenbesuche, Treffen mit Freunden, Urlaub ohne Hund usw. verzichten kann.

Tammy und Dakota können gemeinsam zuhause bleiben ohne etwas zu zerstören.
Die Beiden legen sich auf ihre Decken und dösen bis wir wiederkommen. Das längste was sie EIN Mal ohne uns sein mussten waren 7 Stunden. Aber auch da war weder die Wohnung umdekoriert noch die Schuhe zerlegt
Aber wenn wir z.B. Samstags Großeinkauf machen, bleiben sie auch mal 3-4 Stunden allein zuhause ohne Probleme. Normalerweise sind sie aber überall dabei. Auch an der Arbeit.

Dakota hat allerdings (als Tammy und ich im Frühjahr im Mädelsurlaub waren) sein Herrchen auf Trab gehalten und ihm die Ohren vollgeheult. Weil ich als seine Hauptbezugsperson nicht da war.

*Rudel ist eigentlich nicht der korrekte Begriff für ein Mensch-Hund-Team. Sozialer Verband wäre als Ausdruck für ein Mensch-Hund-Team richtiger. Das hatten wir hier auf der Seite auch schon mal näher erläutert.

17. September 2019








Rudel? Oder doch Nicht Rudel? Das ist die große Frage

„Das ist mein Rudel“. Mit diesen Worten stellen Menschen gerne ihre Hunde vor. Ebenfalls hört man oft „Bei meinem Hund bin ich Rudelführer“
 

Der Begriff „Rudel“ wird von Hundehaltern also sehr häufig benutzt, ist aber von der Begrifflichkeit nicht korrekt.
Aus ethologischer Sicht bildet eine gemischte Mensch- Hund-Gruppe, bei der die Tiere in der Regel noch nicht einmal aus verwandten Tieren bestehen, kein Rudel, sondern lediglich eine soziale Gruppe.

Ein Hunderudel ist kein zufällig "zusammen geworfener Haufen" von Hunden, wie es in einer sozialen Gruppe, die die meisten Mehrhundehalter um sich haben, der Fall ist.

Und somit passt auch der Begriff Rudelführer nicht wirklich.
Als Hundehalter hat der Mensch allerdings die Verantwortung über seine Hunde übernommen. Deshalb muss der Mensch seinem Hund einen Rahmen und sozialen Halt geben, denn ein Hund, der führungslos durch Raum und Zeit läuft, verliert oft seine soziale Kompetenz und kann dadurch problematisch werden.

Eine weithin anerkannte Definition für den Begriff „soziale Gruppe“ stammt von dem Sozialpsychologen Henri Tajfel 1986 (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Gruppe )


„Als „soziale Gruppe“ wird in der Soziologie und Psychologie eine Gruppe von mindestens 3 Mitgliedern gesehen, die sich über einen längeren Zeitraum in ständigem Kontakt iteinander befinden, gemeinsame Ziele verfolgen, sich mit den anderen Gruppenmitgliedern verbunden fühlen, gemeinsame Normen und Wertevorstellungen entwickeln und resultierend daraus eine eigene gruppeninterne Rollenverteilung kreieren. Die Mitglieder einer Gruppe sind nicht miteinander verwandt, aber austauschbar.“

Als RUDEL bezeichnet die Verhaltensbiologie eine geschlossene und individualisierte Gruppe von Säugetieren. Die Mitglieder eines Rudels sind nicht beliebig austauschbar, sie sind miteinander verwandt und leben im Familienverband. Siehe z.B. bei den Wölfen.
NABU beschreibt es folgendermaßen. „Ein frei lebendes Wolfsrudel besteht meistens aus Mutter, Vater und den Kindern.... In ihrem ersten Lebensjahr sind die Welpen auf die volle Fürsorge ihrer Eltern angewiesen. Die Jugendlichen, Jährlinge genannt, sind ein bis zwei Jahre alt. Noch nicht
geschlechtsreif bleiben sie „zu Hause“ und helfen bei der Aufzucht der Kleinsten mit.“
(Quelle: https://www.nabu.de/tiere-und-pfla…/…/wolf/wissen/18742.html )

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