Es gibt Verbindungen, die wachsen leise.
Es gibt Wege, die beginnt man aus Überzeugung.
Und es gibt Momente, in denen man spürt, dass sich etwas verändern darf.
Unsere Zucht war genau so ein Weg.
Als unsere Tammy (unser erster Tamaskan) im Sommer 2015 einzog, war da kein Plan zum züchten. Als sie heranwuchs, trat man seitens des deutschen Tamaskanclubs an uns heran mit der Frage, ob wir nicht züchten wollten. Eigentlich ja nicht. Allerdings ließ der Gedanke uns nicht mehr los. Der Gedanke, Tammy's wunderbares Wesen weiterzugeben.
Aber...Wir wollten nicht einfach mal einen Wurf machen.
Wir wollten begleiten. Prägen. Einen guten und liebevollen Start ins Leben ermöglichen.
Jeder Wurf war für uns mehr als Planung.
Er war Verantwortung, Vertrauen und immer auch ein Stück Herz.
Als Züchter sind wir registriert bei:
der Interessengemeinschaft Tamaskan e.V. (national)
Tamaskan Dog Register (TDR)
International Tamaskan Register (ITR)
Von Anfang an stand für uns nicht die Anzahl von Würfen im Vordergrund - sondern die Hündin und das Wie.
Unsere Welpen sind im engen Familienverbund aufgewachsen. Mit Alltagsgeräuschen, Nähe, Struktur und spielend gemachten Umwelterfahrungen. In Sicherheit, Geborgenheit und mit Vertrauen.
Uns war wichtig, dass die Welpen nicht nur gut sozialisiert sind, sondern dass sie eine stabile Basis mit ins Leben nehmen.
Jeder einzelne Welpe war für uns ein kleines Wesen mit eigener Geschichte und genau so wurde er auch begleitet.
Und genau so wichtig wie die Aufzucht war für uns auch die Auswahl der passenden Menschen.
Uns war wichtig, dass die neuen Besitzer ein Familienmitglied bekommen, das vom Temperament her passt und mit dem die neuen Besitzer viele tolle Jahre voller schöner und glücklicher Momente, Abenteuer, Kuschelzeiten usw haben.
Denn ein Tamaskan zieht nicht einfach irgendwo ein.
Er wird Teil eines Lebens.
Uns war ebenfalls wichtig, dass die Chemie zwischen den Welpenkäufern und uns stimmt. Weil wir auch nach dem Auszug der Kleinen weiterhin gerne Kontakt halten möchten. Bei uns heißt es nicht "aus
den Augen, aus dem Sinn". Im Gegenteil.
Es interessiert uns nach wie vor, wie sich die Schätzchen weiter entwickeln, was sie erleben und wie sie für glückliche Momente sorgen oder auch mal eine Herausforderung, z.B. in der Pubertät sind.
Wir freuen uns immer wieder über Bilder und Geschichten unserer Lausebärchen und stehen mit Rat und Tat zur Seite wenn es Fragen gibt, Sorgen aufkommen oder auch mal Probleme auftreten und helfen
gerne weiter.
Aus dieser Zeit sind viele tolle Erinnerungen entstanden.
Und Verbindungen und tiefe Freundschaften, die bis heute bestehen.
Aber vor allem sind aus unserer Zucht zwei ganz besondere Hunde geblieben:
Wir haben sie vom ersten Atemzug begleitet. Sie sind hier aufgewachsen.
Und heute ein fester Bestandteil unseres Rudels.
In ihnen lebt ein Teil unserer Zucht weiter - nicht als Konzept, nicht als Nachzucht, sondern ganz real, jeden Tag.
Irgendwann kam der Punkt, an dem wir inne gehalten haben.
Nicht, weil die Leidenschaft weniger geworden ist. Sondern weil sich bei uns einiges verändert hat.
Wir haben uns ganz bewusst entschieden, keine aktive Zucht mehr zu führen.
Weil für uns immer galt:
Qualität geht vor Quantität.
Tiefe vor Fortsetzung.
Gefühl vor Gewohnheit.
Wir haben gespürt, dass es richtig ist, diesen Teil unseres aktiven Weges in der Zucht abzuschießen.
Heute leben wir mit unseren Tamaskanen. Ganz im Hier und Jetzt
Ohne weitere Würfe, ohne Planung - aber mit derselben Verbundenheit zum Tamaskan wie zuvor.
Und mit ganz viel Nähe, Beobachtung und echtem Miteinander.
Tammy, Dakota, Ashana und Chako sind nicht Teil unseres Lebens -
Sie SIND unser Leben.
Unsere Zucht ist abgeschlossen. Und gleichzeitig ein Teil von uns geblieben.
Sie hat uns geprägt. Sie hat unseren Weg geformt. Und sie lebt weiter - in unseren Hunden, den Nachkommen von Tammy und Ashana und in allem, was wir mit ihnen teilen.
Vielleicht darf ein kleiner Teil unserer Zuchtgeschichte weitergehen.
Nicht als Fortsetzung der Zucht, sondern als bewusste, einzelne Entscheidung.
Mit unserem Nachwuchsrüden Chakotay besteht die Möglichkeit, diese Linie bei uns weiterzuführen.
Wenn er alt genug ist, werden wir alle Gesundheitsuntersuchungen mit ihm durchführen.
Wenn da (wovon wir ausgehen) alles stimmig ist, wird er als Deckrüde zu Verfügung stehen.